Was tut man, wenn...

...ein Frettchen wegläuft?

sämtlichen Nachbarn bescheid sagen, daß sie bitte mit drauf achten.
alle Tierärzte und Tierheime der Umgebung informieren (mit Beschreibung des Tiers, und ob es evtl. einen Chip hat!).
das nächste Polizeirevier informieren (Fundtiere werden manchmal auch dort abgegeben).
Futter im Garten auslegen.
die gewohnte Spazierroute mit dem "Partnerfrettchen" ablaufen und suchen.
Geräusche machen, die das Frettchen kennt (mit Futterdose klappern, mit Spielzeug quietschen oder rasseln).
in der Umgebung Suchmeldungen aufhängen und verteilen - dabei hilft euch die TASSO, wenn eure Tiere dort registriert sind!
Suchmeldungen im Internet starten, in allen Foren und Kleinanzeigenmärkten.

...einem ein Frettchen zuläuft?

Laut Gesetz:

Umgang mit Fundtieren
 
Durch das Gesetz zur Verbesserung der Rechtsstellung des Tieres im Bürgerlichen Recht ist in § 90 a des Bürgerliches Gesetzbuches (BGB) bestimmt worden, dass Tiere keine Sachen sind, jedoch die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden sind, soweit nichts anderes bestimmt ist. Mangels spezieller gesetzlicher Regelungen zu Fundtieren gelten somit die Bestimmungen über Fundsachen (§§ 965 ff. BGB) auch für diese.  
 
Grundsätzlich sind aufgefundene Tiere, die üblicherweise vom Menschen gehalten werden - wie Hunde, Katzen, Ziervögel, landwirtschaftliche Nutztiere oder Tiere, die nicht den hier sonst wildlebenden Arten zuzurechnen sind -, als Fundtier einzustufen und zu behandeln.  
 
Der Finder oder die Finderin hat den Fund unverzüglich bei der zuständigen Fundbehörde (der Gemeinde) anzuzeigen und ist verpflichtet, das Fundtier bei der zuständigen Gemeinde oder auf Anordnung der Gemeinde bei einer von ihr bestimmten Stelle abzugeben. Die Gemeinde kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben im Einzelfall oder ständig Dritter bedienen; in der Regel erfolgt die Unterbringung in einem Tierheim. Die Mehrzahl der Tierheime wird von Tierschutzvereinen unterhalten, wobei die Gemeinde dann für die Unterbringung der Fundtiere zu bezahlen hat. Es ist sowohl im Interessen des Tieres als auch der Kommune, den Tierhalter baldmöglichst ausfindig zu machen, um das Tier in seine bekannte Haltungsumgebung zurück zu bringen und damit auch die Kosten für die Unterbringung gering zu halten. Das Eigentum an dem Fundtier erwirbt die Finderin/der Finder erst nach Ablauf von sechs Monaten (beginnend mit der Fundanzeige bei der zuständigen Behörde – vgl. § 973 BGB). In der Praxis hat sich jedoch zur Kostenminimierung eine Abgabe an die neue Besitzerin / den neuen Besitzer mit einem Vorbehalt bis zur endgültigen Eigentumsübergabe bewährt.
 
Literatur/Informationen:
 
§ 90 a BGB  
§§ 965 ff. BGB  

Erstmal fängt man es behutsam ein und schaut es sich genau an: Ist es ein Rüde oder eine Fähe, evtl. kastriert, welche Farbe hat es, wie zahm ist es, in was für einem gesundheitlichen Zustand befindet es sich??
Als nächstes sollte man mit dem Frett auf jeden Fall zum Tierarzt gehen, um nachsehen zu lassen, ob mit dem Kleinen alles in Ordnung ist und es gegebenenfalls behandeln zu lassen. Außerdem kann ein Tierarzt nach einem Chip oder eine Tätowierung sehen und es so evtl. identifizieren!
Dritter Schritt sollte sein, die Frettchenvereine, Tierärzte, Tierheime und Polizei der Umgebung zu informieren, daß man ein Frettchen gefunden hat, und denen mitzuteilen, was man über das Tierchen weiß. Damit sich der eigentliche Besitzer melden und sein Frettchen wiederholen kann.
Wenn man nach dem Gesetz (siehe oben) geht, muß man ein gefundenes Tier eigentlich beim Tierheim abgeben, aber viele Tierheime sind immernoch froh, wenn sie sich nicht um Frettchen kümmern müssen, da ihnen dazu oft qualifiziertes Personal fehlt. Von daher kann es nun sein, daß das Tierheim einen auffordert, das Frettchen zu ihnen zu bringen. Dann muß man das wohl tun... Vor allem, wenn man kein Frettchenhalter ist und sich mit Fretts nicht auskennt, ist das der beste Weg.

 

...ein Frettchen sich verletzt?

Wenn es sich eine Kralle abgerissen hat, ist das für's Frett sehr schmerzhaft und kann unglaublich bluten. Sieh nach, ob die Kralle noch "am seidenen Faden" dranhängt, oder ob sie ganz abgerissen ist (wenn sie noch dran ist, entferne sie mit der Krallenzange), drücke ein Taschentuch darauf und beobachte, ob die Blutung aufhört. Wenn es nicht innerhalb einer Minute aufhört zu bluten, geh sofort zum TA!
Wenn du beim Krallen schneiden zu weit oben geschitten hast, kannst du ein Seifenstück gegen die blutende Kralle drücken, das verschließt das Blutgefäß und stillt die Blutung.

Wenn es aus einer Wunde blutet, weil es sich die Haut aufgerissen hat oder gebissen wurde, muß man abschätzen, ob man zum TA muß, oder ob es von allein abheilt. Dazu kann ich schlecht pauschal was sagen. Ist die Wunde zu groß oder blutet sie zu stark, sollte man auf jeden Fall zum TA gehen, ist es nur ein kleiner Kratzer, kann man es normalerweise so verheilen lassen.
Sollte eine Wunde größer werden, die Ränder sich röten, heiß werden, bekommt das Frett Fieber oder hört auf zu fressen, muß es sofort zum TA! Dann hat sich die Wunde offenbar infiziert und entzündet.

Hat das Frettchen sich einen Zahn abgebrochen, so gerate nicht gleich in Panik! Das passiert unseren unglaublich "geschickten" Hausgenossen relativ häufig... Ihre Fangzähne sind sehr lang und filigran, sie brechen leicht, gerade bei älteren Tieren. Sieh nach, wie weit der Zahn abgebrochen ist, liegt der Wurzelkanal offen oder ist die Bruchstelle sogar unter dem Zahnfleischrand? Dann solltest du auf jeden Fall zum Tierarzt gehen und ihm das zeigen. Evtl. muß der Zahnrest dann gezogen werden um Entzündungen und Infektionen zu vermeiden.
Ist aber nur die Spitze abgebrochen, frißt das Tier weiter und zeigt auch sonst keine Schmerzen, kannst du erstmal ein paar Tage beobachten, was im Mäulchen des Fretts passiert: Entzündet sich das Zahnfleisch, hört das Frett auf zu fressen, reibt es sich auffällig oft mit der Schnute am Boden (oder woanders)??? Wenn nicht, ist alles in Ordnung, der Zahn kann so gelassen werden. Wenn aber doch -> ab zum Tierarzt!
Daß der Zahn mit der Zeit bräunlich wird, ist auch normal, solange das Frettchen keine Probleme zeigt.

(mehr folgt)

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