Die Seite Krankheiten soll ihre "Kollegin" Gesundheit ein wenig entlasten. Alle weiterführenden Informationen sollen nun hier zu finden sein.

Die Themen, die hier näher erklärt werden, sind:

  • Impfungen (Frettchenimpfstoff, Nebenwirkungen, weitere unnötige Impfungen)
  • Geschlechtsapparat (Kastration, Menstruation, Wechseljahre)
  • Gendefekte (vererbliche Krankheiten)
  • verschiedene Symptome und ihre möglichen Ursachen (z.B. Durchfall, Verstopfung, Abmagerung, Husten usw...)
  • diverse Krankheiten, wie ADV und Aujezky folgen bald!

 

 

 

 

 

Impfungen:

Es gibt mittlerweile Impfstoff auf dem Markt, der speziell für Frettchen zugelassen ist!

"Febrivac dist." gegen Staupe und
"Nobivac T", "Rabisin", "Vanguard R" und "Riemser Tollwut-Vakzin" gegen Tollwut

Rein theoretisch sind Tierärzte verpflichtet, Frettchen mit Impfstoffen zu impfen, die wirklich für sie zugelassen sind, aber solange keine allergischen Reaktionen auftauchen (und die erwartet man ja nicht, wenn man seine Frettchen seit Jahren mit demselben Serum impfen läßt), muß der Tierarzt auch keine Konsequenzen befürchten, wenn er weiterhin Hundeseren benutzt!
Einziges Problem bei Impfungen mit Hundeimpfstoff ist die rechtliche Situation bei Auslandsreisen (evtl. wird man nicht über die Grenze gelassen) oder Tollwutverdacht.

Mögliche Nebenwirkungen von Impfungen: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kreislaufprobleme, allergischer Schock. Ist allerdings alles sehr sehr selten!

Zum Thema Nebenwirkungen von Impfungen habe ich im Jahr 2001 mal eine Umfrage in diversen Internetforen gestartet und folgendes Ergebnis erhalten:

 

Statistik über Impfreaktionen:
 
Es sind mir 2177 Impfungen bei 1580 verschiedenen Frettchen gemeldet worden. Es wurden folgende Kombinationen verwendet:  
SHLTP, SHA2PPi/LT, Botulismus, SPLT, SHPP T , Leucat
von folgenden Herstellern:
Virbac, Hoechst
, Pfizer, Intervet, Merial, Rhone-Merieux und Essex, sowie einige Angaben von Leuten, die den Hersteller nicht wußten.
 
Es wurden sieben Fälle von Nebenwirkungen beobachtet, einer davon war tödlich und erfolgte auf eine SHLTP-Impfung. Leider wurde mir der Impfstoffhersteller nicht mitgeteilt.  
Die sechs anderen verliefen mit Erbrechen und Kreislaufschwächen, ebenfalls auf die SHLTP-Kombi. Einmal kam der Impfstoff von Pfizer, dreimal von Virbac (1 x Tollwut, 2 x Katzenseuche), in den drei anderen Fällen ist mir der Hersteller nicht bekannt.
 
Das bedeutet, daß bei 0,3 % aller Impfungen Nebenwirkungen eintreten. Also ist die Wahrscheinlichkeit verschwindend gering.

 

 

Der Todesfall ist mir nicht näher beschrieben worden, es war nur eine kurze Meldung in einem Forum und auf weiteres Nachfragen kam keine Antwort mehr. Es kann also auch sein, daß derjenige gesponnen hat, oder das Frett an ganz was anderem gestorben ist!
Aber alles in allem sieht man doch daran, daß impfen tatsächlich harmlos ist. Jedenfalls ist das Risiko, daß deine Fretts sich mit einer tödlichen Krankheit anstecken, wenn sie ungeimpft sind, wesentlich höher, als daß sie irgendwelche Nebenwirkungen von der Impfung bekommen!

 

Eine Umfrage 2010 ergab neue Zahlen, die ihr HIER nachlesen könnt.

 

Weitere Impfungen, die ich aber nicht empfehlen würde:

* Botulismus. ["Febrivac 3" gegen Botulismus, Pneumonie (Lungenentzündung) und Virusenteritis (virulenter Durchfall)]
Ist ein zweischneidiges Schwert für mich, denn Frettchen können eindeutig am Botulismustoxin erkranken und sterben, aber es ist so selten, daß es für mich ein unnötiger Aufwand wäre. Außerdem ist das ein Impfstoff, der nur in Flaschen zu 250 Einzeldosen erhältlich ist, aber nur wenige Tage verwendbar bleibt, wenn er einmal geöffnet ist. D.h. man veranstaltet entweder jährliche Impfaktionen, wo man viele Frettchenhalter zusammentrommelt, die alle innerhalb dieser kurzen Zeit ihre Tiere impfen lassen, oder man nimmt einen sehr hohen Preis für diese Impfung in Kauf... Zumal auch dieser Impfstoff nicht für Frettchen zugelassen ist.
* Pneumonie und Virusenteritis.
Sind in dem Botulismusimpfstoff mit enthalten. Halte ich aber auch für unsinnig, denn beides kommt extrem selten vor und ist zudem, rechtzeitig erkannt, auch behandelbar.
* Katzenleukose.  
Dies halte ich aber für absolut sinnlos, denn der Katzenleukosevirus befällt Frettchen nicht, somit kann auch die Impfung dem Frett nicht helfen. Frettchen können zwar Leukose bekommen, aber die wird dann von anderen Viren, bzw. anderen Auslösern verursacht.
*Katzenschnupfen, FIP & FIV.
Ebenfalls reguläre Katzenimpfungen, die dem Frett in keinster Weise nutzen, da Frettchen diese Krankheiten nachgewiesener Maßen nicht bekommen können, weil die Erreger sich absolut auf Katzen spezialisiert haben.

Kastration:

 So sieht die OP-Wunde bei einem frischkastrierten Rüden aus. Daß der Hodensack direkt nach der OP noch nicht leer, sondern geschwollen aussieht, ist absolut normal! Das Gewebe schwillt an und es kann sich Wundwasser bilden. Die Schwellung sollte aber nach wenigen Tagen zurückgehen, ansonsten lieber nochmal dem Tierarzt zeigen.

 

 

 Hier sehr ihr eine frische Kastrationsnaht bei einer Fähe. Nicht erschrecken, sie kann durchaus so groß sein, ohne daß das bedeutet, man hätte einen schlechten Tierarzt!

 

Mögliche Nebenwirkungen: allgemein ruhigeres Verhalten, bessere Verträglichkeit mit Artgenossen und Menschen, mehr Stubenreinheit, Gewichtszunahme.

Schwillt bei einer kastrierten Fähe die Vulva an, kann das folgende Ursachen haben:
1. Hat der TA wirklich kastriert und nicht sterilisiert? Manche TÄe wissen es wirklich nicht besser, selbst heute noch, und sterilisieren Frettchenfähen! Dann werden sie natürlich weiterhin ranzig... (Je länger die Kastration zurück liegt, desto unwahrscheinlicher ist es.)
2. Vielleicht hat der TA Restgewebe der Eierstöcke übersehen oder vergessen?! Sollte auch nur ein "Krümelchen" eines Eierstockes im Körper verbleiben, werden die Fähen weiterhin ranzig... Gerade bei Frettchen sind die Eierstöcke oft in so viel Fettgewebe, daß das leicht passieren kann.
3. Evtl. hat die Fähe eine Nebennierenerkrankung. In den NN werden auch Hormone produziert, die ranzähnliche Symptome hervorrufen können (beim Rüden z.B. markieren und besteigen, bei Fähen die Vulvaschwellung).
4. Es kann unter Umständen auch sein, daß die Fähe eine Blasen- oder Gebärmutterentzündung hat. Auch dabei kann mal die Vulva anschwellen.

Auf jeden Fall sollte in diesem Fall der TA konsultiert werden!

Frettchen (und auch alle anderen Säugetiere, außer den Menschen) kennen weder Menstruationsblutungen, noch Wechseljahre!

Blutet eine Fähe aus der Vulva, so liegt eine Krankheit vor! Eine Blasen- oder Gebärmutterentzündung, Infekte der Harnwege oder der Niere können mögliche Ursachen dafür sein.
Der Zyklus funktioniert bei Tieren etwas anders, als bei uns Menschen. Erstens sind wir "Menschenweibchen" quasi fast immer fruchtbar, unser Zyklus dauert ~ 4 Wochen, dann haben wir von alleine einen Eisprung UND wir bauen vorsorglich vermehrt Gebärmutterschleimhaut auf, die bei Nicht-Benutzung eben wieder ausgeschieden werden muß.
Bei den meisten Tierweibchen ist das anders. Erstens dauert der Zyklus wesentlich länger (Frettchen haben in der Regel Zyklen, die das ganze Jahr dauern, bzw. sie sind nur ein bis zwei Mal pro Jahr fruchtbar), sie haben einen Eisprung nur dann, wenn sie auch gedeckt wurden und die Gebärmutterschleimhaut wächst auch nicht. Findet keine Befruchtung statt, wird auch keine Schleimhaut gebildet, der ausgeschieden werden müßte - ergo: keine "Regelblutung".  
Zwar haben auch Frettchen während der Ranz einen klaren, weißlichen Ausfluß, der allerdings nur dazu dient, Männchen anzulocken.

Wird ein unkastriertes Frettchen im Frühjahr nicht mehr ranzig, so liegt eine Erkrankung vor! Frettchen kennen keine Wechseljahre, es ist also keinesfalls normal, wenn sie unfruchtbar sind oder die typischen Ranzzeichen ausbleiben! Eine mögliche Ursache dafür ist beispielsweise Krebs (bei Rüden Hoden- oder Prostatakrebs, bei Fähen Gebärmutterkrebs). Also auch hier nicht einfach aufatmen und denken "super, ab diesem Jahr bleibt mir das Gestinke erspart", sondern ab zum Tierarzt!!

Gendefekte:

Durch ahnungslose und verantwortungslose Zucht ist es in den letzten Jahren vermehrt zum Auftreten einiger genetischer (also erblicher) Krankheiten gekommen:

 

Kryptorchismus (Hodenhochstand, ein- oder beidseitig)

kommt logischerweise nur bei Rüden vor, wird aber rezessiv vererbt, liegt also in den Genen von Vater und Mutter! Wenn in einem Wurf Kryptorchismus vorkommt, sollten beide Elterntiere und sämtliche (Halb-)Geschwister zukünftig nicht zur Zucht eingesetzt werden. Die Krankheit ist zwar für die Tiere nicht so dramatisch, weil sie durch eine Kastration, die ja dann eh fällig wäre, behoben werden kann. Doch ist diese Kastration meist eine kompliziertere OP, als sie normalerweise wäre. Denn die Hoden rutschen hierbei nicht wie normal, während der Pubertät des Rüden in den Hodensack, sondern verbleiben im Leisten- oder Bauchraum und sind meistens auch recht klein, so daß sie nicht leicht zu finden sind. Werden die im Bauchraum verbliebenen Hoden nicht entfernt, so besteht ein großes Risiko, daß sie mit der Zeit durch die Wärme im Körper entarten und Krebs entwickeln!

Kryptorchismus kommt durchweg bei allen Säugetieren, inkl. dem Menschen vor und hängt mit keinerlei anderen Krankheiten zusammen.

fehlende oder überzählige Gliedmaßen

kommen auch bei allen Tieren vor, werden auch rezessiv vererbt und sind ebenfalls nicht an andere Krankheiten gebunden.

Kurze Ruten, wenige fehlende oder überzählige Zehen kann man im gewissen Rahmen als nicht so schlimm ansehen, denn sie beeinträchtigen die Frettchen kaum. Trotzdem sollte natürlich mit Tieren, die diese Mißbildungen vererben, keinesfalls weiter gezüchtet werden!

 

 Stoffelchen mit seinem kurzen Schwänzchen

 

Es kommt auch vor, das Welpen mit schwereren Mißbildungen geboren werden. Von ganz fehlenden Ruten, Pfoten, Beine oder gar einem gänzlich fehlenden Unterleib wurde mir schon berichtet! Im letzten Fall ist der Welpe natürlich nicht lebensfähig gewesen, aber auch die anderen sind stark in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Ohne Rute kann ein Frettchen sicher noch leben, aber ohne Beine?!

Zahnfehlstellungen

Auch sowas kommt bei Frettchen vor. Dies schränkt die Lebensqualität mit Sicherheit ein, ich kenne Frettchen, denen die Fangzähne gezogen werden mußte, weil sie sonst nicht hätten fressen können... Zahnfehlstellungen kommen bei allen Tieren vor, die Zähne haben - wer von uns hat als Kind keine Zahnspange getragen?! Für Frettchen gibt es leider keine Spangen, also gehören auch sie aus der Zucht!

Taubheit, Schwerhörigkeit

Hier sieht die Situation schon etwas anders aus. Denn Schwerhörigkeit bis hin zur Taubheit ist sehr oft an die Farbe der Frettchen gekoppelt. Auch bei anderen Tieren kennt man das Phänomen, daß weiße Exemplare vermehrt taub sind. Dies kann zwei Ursachen haben. Erstens gibt es das "Waardenburg Syndrom", ein Gendefekt, der direkt Taubheit verursacht. Es ist noch nicht erwiesen, ob Frettchen "WS" haben können, weil der genetische Code von Frettchen noch nicht entschlüsselt ist und man sich nicht sicher ist, ob Frettchen das betreffende Gen überhaupt haben. Zweitens (und das ist für mich plausibler) kann es an einem Melaninmangel liegen. Melanin ist der Farbstoff, der Haut und Haare färbt, außerdem ist es für die Entwicklung des Innenohrs wichtig. Wird während der Entwicklung des Fötus im Mutterleib nicht genug Melanin gebildet, bleibt das Tier hell und das Innenohr kann sich nicht korrekt ausbilden, so daß das Tier schwerhörig, bzw. taub geboren wird. Albinos betrifft das seltsamer Weise nicht, sondern hauptsächlich weißköpfige Frettchen, wie Badger und Pandas!
Angorafrettchen
Angoras sind offenbar mit einigen Gendefekten beladen, die sie in meinen Augen zu einer Qualzucht machen - jedenfalls als Vollangoras.
Einer dieser Defekte bewirkt, daß Vollangorafähen ihre Welpen nicht selbst säugen können. Wo das Problem konkret liegt, weiß ich nicht, da ich drei verschiedene Varianten dafür gelesen habe. Eine ist, daß die Milch der Fähen so nährstoffarm ist, daß die Welpen an gefüllten Zitzen und mit vollen Mägen verhungern. Die zweite ist, daß die Fähen gar keine, bzw. nur sehr wenig Milch bilden. Die dritte ist, daß die Milchdrüsen zu tief im Körper liegen, so daß die Milchgänge gar nicht bis in die Haut reichen und die Milch nicht bis in die Zitzen gelangt. Alle drei sind in meinem Augen kurios, aber die dritte scheint mir am unwahrscheinlichsten, denn dann müßten "säugende" Angora-Fähen ja ständig Brustentzündungen durch Milchstau haben, und davon hab ich noch nie gehört.
Ein anderer Gendefekt betrifft die Nase von Vollangoras... Die Nase ist behaart! Auf dem Nasenspiegel und auch in der Nasenhöhle wachsen lange Haare. Ich kann mir durchaus vorstellen, daß diese langen Haare, vor allem in der Nase, einen optimalen Nährboden für Keime aller Art bilden, denn Sekrete und daran haftende Fremdkörper und Krankheitserreger können durch die Haare sicher nur schwer ausgeniest werden. Desweiteren ist der Nasenspiegel bei Angoras gespalten. Ob das gesundheitliche Folgen hat, weiß ich nicht, aber es sieht für meinen Geschmack einfach nur grauenvoll aus.

 

 

 Gespaltene Nase 

Behaarter Nasenspiegel          


 

Krankheitsanzeichen und ihre möglichen Bedeutungen

Durchfall:
Durchfall ist immer Symptom einer Krankheit! Die Ursachen können vielfältig sein. Angefangen bei ungewohntem oder verdorbenem Futter und angefressenen Topfpflanzen, über verschlucktes Putzmittel und Darmparasiten, bis hin zu Erkrankungen des Magen-Darmtraktes ist da alles möglich.
Hält der Durchfall den ganzen Tag lang an, muß der Tierarzt konsultiert werden!

Verstopfung:
Auch Verstopfungen können ernste Usachen haben! Verschluckte Fremdkörper können den Magen und Darm verschließen, eventuell können Verletzungen im Darm zu Verwachsungen führen, die eine Darmpassage unmöglich machen, Tumore im Darm können ihn verschließen... Hält die Verstopfung länger als einen halben Tag lang an, muß der Tierarzt besucht werden!!

Abmagerung:
Magert ein Frettchen innerhalb kurzer Zeit ab, nutzt kein raten und ausprobieren, da muß sofort der Tierarzt besucht werden!
Nimmt ein Frettchen kontinuierlich über einen längeren Zeitraum trotz gutem futtern langsam ab, ist auch Vorsicht geboten. Ist nicht gerade Winterende und die Frettchen bauen ihren Winterspeck ab, deutet das auf eine chronische Erkrankung hin, die dringend behandelt werden muß.

Futter verweigern / erbrechen:
Verweigert ein Frettchen über mehrere Stunden bis Tage das Futter, so liegt dies oft nicht nur daran, daß das Frett dieses Futter nun gerade nicht mag! Gerade wenn noch Erbrechen dazu kommt, deutet das eher auf ein Magen-Darmproblem hin! Evtl. Darmverschluß, Fremdkörper im Magen, Magen-Darmgrippe, Vergiftung... Alles mögliche Gründe. Ab zum Tierarzt!

Niesen / Husten:
Niesen und Husten können ganz simple Symptome einer Erkältungekrankheit sein, es kann aber auch heißen, daß das Frettchen sich verschluckt hat, einen Fremdkörper in Mund, Rachen oder der Luftröhre hat, oder daß es herz- oder lungenkrank ist!!
Tritt es häufig nach Anstrengungen oder im Schlaf auf, sollten auf jeden Fall Herz und Lunge vom Tierarzt überprüft werden!
Ist ein Frettchen herzkrank, dürfen auch Erkältungen nicht auf die leichte Schulter genommen werden!!! Sämtliche grippalen Infekte können das Herz angreifen und das ist für Herzpatienten schnell tödlich!

Juckreiz:
Auch permanentes Kratzen sollte man nicht unbedingt als normal abtun. Fellwechsel, Flöhe, Milben und Pilzbefall sind nur die harmlosen Ursachen... Auch Nieren- und Leberschäden können Juckreiz verursachen. Keine Panik, nicht jedes Frettchen, das sich mal kratzt, ist leberkrank!! Aber leidet ein Frettchen unter andauerndem Juckreiz und sind Parasiten als Ursache auszuschließen, sollte man den Tierarzt mal nach weiteren möglichen Gründen befragen.

Aujezky hieß der Mann, der das Aujezky'sche Virus  entdeckte. Dieses Virus verursacht eine Krankheit, die Pseudowut  genannt wird, weil ihre Symptome denen der Tollwut ähneln, bzw. fast gleichen. Auch die Pseudowut ist 100 % tödlich, kann aber nicht auf demselben Weg, wie die Tollwut übertragen werden. Tollwut wird über Körperflüssigkeiten, z.B. bei der Übertragung von Blut oder Speichel bei einem Biss übertragen, Pseudowut hingegen durch den Verzehr von rohem Fleisch infizierter Tiere. Ein weiterer Unterschied ist, daß Menschen nicht an dieser Krankheit erkranken können! Hunde, Katzen und auch Frettchen können sich damit infizieren und daran sterben. Hauptüberträger sind infizierte Schweine und Ratten, die von unseren domestizierten Raubtieren gefressen werden. Nicht alle Schweine sind mit diesem Virus infiziert (tatsächlich dürfte die BRD nahezu Aujezky-frei sein), aber jedes Schwein KÖNNTE es sein! Da der Mensch sich mit diesem Virus nicht infizieren kann, werden Schweine vor dem schlachten nicht darauf getestet.
Beim Kochen würde das Virus absterben, aber dazu muß das Fleisch über einen bestimmten Zeitraum sehr hohen Temperaturen ausgesetzt werden - was nicht nur das Virus, sondern auch das Fleisch zerstören würde.
Außerdem ist diese Krankheit anzeigepflichtig.

Deswegen ist es wichtig, unseren Haustieren niemals Schweinefleisch oder Schweineinnereien zu verfüttern!

 

Die Themen ADV u.ä. folgen bald!

Mehr folgt....