Farbbezeichnungen

 

Als erstes möchte ich vorwegschicken, dass ich persönlich die Farbbezeichnungen nicht so arg wichtig finde. Ich mag keine Farbe lieber, als eine andere, ich habe keines meiner Monster nur deshalb, weil es eine bestimmte Farbe hat und ich mag keines meines Monster lieber, weil es eine bestimmte Farbe hat! Außerdem ist ein Frettchen ein Frettchen, egal wie es aussieht. Diese Liste hab ich in erster Linie nur deshalb erstellt, weil man mir als Züchterin "vorgehalten"  hat, dass ich doch wissen müsse, wie man welche Farbe nennt.
Diese Liste ist sicher nicht vollständig. Dies liegt u.a. daran, dass viele Farben von verschiedenen Leuten unterschiedlich bezeichnet werden. Falls jemandem noch etwas einfällt, was ich hier vergessen (oder falsch beschrieben) habe, oder mir ein schönes Beispielbild zur Verfügung stellen möchte, dann mag er mir dies mitteilen!

Auf Angora- oder Langhaarfrettchen geh ich hier absichtlich nicht ein, da ich erstens kein ausgesprochener Freund von Angoras bin, und mir zweitens die Farbbezeichnungen bei denen ein wenig arg zu albern sind...

 

Als Albino bezeichnet mal weiße Tiere mit roten Augen. Ihr Fell (Unterwolle und Grannen) kann reinweiß sein, aber auch in’s gelbliche oder rötliche variieren, je nach Ernährung und Veranlagung des Tieres. (Carotin z.B. lagert sich in den Haaren ab und lässt sie rot werden.) Ein *sehr schönes* (Achtung: Ironie!) Synonym für Albinofretts ist *Red Eye White*. Ist wahrscheinlich Leuten eingefallen, denen simple Binos zu langweilig waren...

 

Albinismus ist ein natürlicher Gendefekt. Albinos fehlt im Genmaterial jegliche Information über Haut-, Haar- und Augenfarbe, deswegen bilden sie keine Pigmente. In freier Wildbahn werden auch immer mal wieder Albinos geboren, aber diese überleben meist nicht sehr lange, denn sie sind ja ihrer natürlichen Tarnung beraubt -> Räuber können sich nicht ungesehen anschleichen und Beutetiere können sich nicht verstecken.

Bei Haustieren fällt dieses Problem weg. Sie müssen sich weder anschleichen noch verstecken, denn ihre Herrchen und Frauchen füttern und beschützen sie ja. Ihre Augen sind durch die ungefärbte Iris zwar geringfügig lichtempfindlicher, als die ihrer farbigen Artgenossen, aber dies führt nur in Ausnahmefällen zu größeren gesundheitlichen Augenproblemen, als bei den anderen.

Albinofrettchen gelten als die Urform der Frettchen, da sie als erstes wirklich als „Frettchen“ gezüchtet wurden.

Zimt- oder Siamfrettchen sind von der Fellzeichnung her ähnlich den Iltisfrettchen, nur sind sie wesentlich heller! Ihre Beine, Schwanz und Maske (die bei Zimtfretts nicht unbedingt vorhanden sein muss) sind beige bis hellbraun – eben zimtfarben. Ihre Unterwolle ist hell und ihre Augen sind braun (manche so hellbraun, dass sie burgunderfarben erscheinen) oder schwarz. Neuerdings werden Zimtfrettchen auch gerne als *pastell*, *light pastell*, *royal orange* oder gar *champagner* tituliert. Ich bleib ganz gerne beim ursprünglichen Namen der Farbe, denn ein neuer Name ändert meiner Ansicht nach nichts am Aussehen.

 

Bei Zimtfrettchen sind mir keine farbtypischen Gendefekte bekannt. Diese Farbe ist eine erzüchtete Farbmutation.

Iltisfrettchen sind wildfarben, wie der Name schon vermuten lässt, ähneln sie ihren Ahnen, den Iltissen sehr. Es gibt sehr helle Iltisfrettchen, bei denen fast nur die Beine, der Schwanz und die Gesichtsmaske braun ist, der Rest des Felles ist hellbeige (diese Farbe wird gemeinhin als Steppeniltis bezeichnet) und sehr dunkle Frettchen, deren gesamtes Fell dunkelbraun bis schwarz erscheint und bei denen sich nur das Gesicht hell abzeichnet (und so ziemlich alle Schattierungen dazwischen). Frettchen, deren Gesamtbild schokoladenbraun erscheint, werden auch *chocolate* genannt. Die Unterwolle ist bei allen Iltisfrettchen hell und ihre Augen sind dunkelbraun bis schwarz.

 

Iltisfrettchen sind durch die Einkreuzung von Iltissen entstanden. Auch hier sind mir keine farbtypischen Gendefekte bekannt.

Blackselfs sind schlicht und ergreifend schwarz. Sie haben keinerlei Abzeichen, außer evtl. einem weißen Kinn, bzw. einer weißen Schnute. Sie sehen Nerzen sehr ähnlich und haben dunkle Unterwolle!

 

Blackselfs (sog. Sonderfarbe) sind eine recht neue Farbvariante. Es kursieren Gerüchte, dass diese Farbe entstand, indem man Nerze einkreuzte. Ob das nun wirklich so stimmt, wag ich mal zu bezweifeln, denn dann gäbe es wohl auch schon weitere nerztypische Farbschläge bei Frettchen. Allerdings hält sich auch hartnäckig ein weiteres Gerücht über eine genetische Nervenerkrankung, durch die sie aggressiv und bissig werden. Das scheint wirklich nur ein Gerücht zu sein, denn bisher habe ich trotz intensiver Recherche keinen Beweis für die Existenz dieser Krankheit finden können.

Samson als Welpe


Samson mit 19 Monaten

Der American-Silver hat wenige graue Sichelhaare (Erscheinungsbild insgesamt hell) und wird oft im Laufe seines Lebens zu einem DEW. Ihre Augen sind schwarz, braun oder blau.

Der deutsche Silver weißt oft eine schwarz-weiß Färbung des Fells mit grauen Sichelhaaren. Auch eine Aufhellung des Fells bis hin zum DEW ist meist nicht zu erwarten. Ihre Augen sind schwarz oder braun. 

(sog. Sonderfarbe) Auch diese Farbvariante ist noch nicht besonders alt. Bei Silvers ist nicht wirklich geklärt, ob sie anfällig für eine genetische Taubheit sind. Ich kenne keine tauben Silverfrettchen.

Pandas gibt es in allen Farbvariationen.
Charakteristisch ist eigentlich die sog. Kapuze, d.h. der Kopf, Nacken und Brust sind weiß. Ihre Augen sind schwarz, braun oder blau. (Beim Silver ist der Kopf nicht weiss) Man
unterscheidet vor allem:

Der American-(Pinto)-Panda hat einen weißen Kopf, eine weiße Brust und z.T. weiße Pfoten. Gefärbt ist meist der Bereich der Schultern, der Wirbelsäule und die Hinterläufe mit Schwanz.
 
Deutsche Pandas sind in der Regel am Körper weiß, und nur der Schwanz und wenige Körperteile sind gefärbt. Außerdem können noch einige dunkle Sichelhaare am Körper vorhanden sein.

 

(sog. Sonderfarbe) Hierbei ist die Wahrscheinlichkeit für eine genetische Taubheit eher gegeben. Wegen des weißen Köpfchens liegt die Vermutung nahe, dass sie Missbildungen im Innenohr haben können, die mit den Erbanlagen für die Farbe zusammenhängen.

Dark-Eye-White (DEW), Black-Eye-White (BEW) oder Snow Frettchen sind weiß und haben schwarze oder dunkelbraune Augen (der DEW kann auch dunkelblaue Augen haben).

(sog. Sonderfarbe) Gendefekte siehe Pandas

In allen Farbvariationen, außer dem Albino und BEW, kommen Harlekine vor. Bei ihnen sind die Pfoten (bis zu den Hand-, bzw. Fußgelenken) weiß, sie haben einen weißen Kehlfleck und weiße "Blinker" an den Knien. Außerdem können sie auch anderweitig weiße Flecken haben.

(sog. Sonderfarbe?) Nicht ganz so neue Farbmutation, die meines Wissens nach nicht an bestimmte Gendefekte gekoppelt ist.

Außerdem können auch überall, außer bei Albinos und BEWs, Badger (zu deutsch: Dachsfrettchen) vorkommen, sie haben einen weißen Streifen auf dem Kopf, der von der Nase zum Nacken läuft.

 

(sog. Sonderfarbe) Auch bei Badger ist die Taubheitsgefahr recht groß – siehe Pandas.

Danke an alle, die mir Fotos zur Verfügung gestellt haben und an Dalia, die mir den Unterschied zwischen Pandas und Silvers erklärt hat.

 

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