Anatomie der Frettchen

Knochenapparat:

Legende:

1. knöchernes Schädeldach 17. Ellenbogenknochen
2. Zungenbeinapparat 18. Handwurzelknochen
3. Kehlkopf 19. elfter Handwurzelknochen
4. sieben Halswirbel 20. Mittelhandknochen
5. rudimentäres Schlüsselbein 21. Darmbein
6. Schulterblatt 22. Beckenknochen
7. fünfzehn Brustwirbel 23. Schambein
8. fünf Lendenwirbel 24. Oberschenkelknochen
9. drei Kreuzbeinwirbel 25. Kniescheibe
10. achtzehn Rutenwirbel 26. Sesambein (Fabella)
11. erste Rippe 27. Schienbein
12. Handgriff (Manubrium sterni) 28. Wadenbein
13. Brustbein 29. Fußwurzelknochen
14. Schwertfortsatz 30. Fersenbein
15. Oberarmknochen 31. Mittelfußknochen
16. Speiche

 

32. Sprungbein
33. Penisknochen

 

Frettchen haben 14 - 15 Rippenpaare. Aber einige Frettchen haben 14 Rippen auf der einen Seite und 15 Rippen auf der anderen Seite. Die ersten 10 Rippen sind mit dem Brustbein verbunden und die restlichen 4 - 5  Rippenpaare bilden den Rippenbogen. Bei Frettchen sind die Rückenwirbel eingefasst von dem ersten Rippenpaar und dem Brustbein, deshalb ist der Einlass sehr eng. Da früher die Rückenwirbel größer und massiger waren, kann daher eine schmerzhafte Störung des normalen Schluckvorgangs und gestörte Atemfähigkeit kommen.

Jede von den Frettchenpfoten hat fünf Klauenzehen. Die erste Zehe an jedem Fuß hat nur zwei Zehenglieder, wohingegen jede andere Zehe drei Glieder hat. Die Klauennägel können nicht eingezogen werden wie bei Katzen.

Männliche Frettchen haben einen Penisknochen, der wie ein "J" geformt ist. Das kann zu Komplikationen führen, wenn man mittels eines Katheders Harn entnimmt.

 
Der Schädel nochmal groß:
     
 

Da das Frettchen einen kleineren Kopf hat als echte Marder, weist sein Gebiss auch 4 Backenzähne weniger auf.

2. Woche: erste Milchzähne kommen zum Vorschein
6. Woche: jetzt sollte das Milchgebiss fertig ausgebildet sein
7-8. Woche: Zahnwechsel beginnt und die bleibenden Zähne kommen
16-17. Woche: jetzt etwa sollte das Dauergebiss fertig ausgebildet sein

Das Milchgebiss

3 I + 1 C + 3 P = 7  
--------------------- = 14 ( x  2 = 28 )
3 I + 1 C + 3 P = 7 

 

Das Dauergebiss

3I + 1C + 3P + 1M = 8 
------------------------ = 17 ( x  2  =  34 )
3I + 1C + 3P + 2M = 9

I  = Schneidezähne (Incisivae)
C  = Eckzähne (Caninae)
P  = Vorbackenzähne (Prämolare)
M = Backenzähne (Molare)

Die Formel ist folgendermaßen zu lesen:
auf dem Strich stehen jeweils die Zähne des Oberkiefers,
unter ihm die des Unterkiefers. Gezählt wird jeweils von der
Mitte des Kiefers nach außen, also von den Scheidezähnen
zu den Backenzähnen hin.

 

Die Organe der Frettchen:

 

Legende:

1) Kehlkopf

 

33) rechte hintere Brustkorbschlagader

2) Luftröhre

 

34) linke hintere Brustkorbschlagader

3) rechter oberer Lungenlappen

 

35) Abzweigung zur Thymusdrüse

4) linker oberer Lungenlappen

 

36) linke Unterschlüsselbeinschlagader

5) rechter mittlerer Lungenlappen

 

37) unbenannte Schlagader

6) rechter abwärtsliegender Lungenlappen

 

38) oberhalb liegende Hohlvene

7) linker abwärtsliegender Lungenlappen

 

39) Aortabogen

8) Herz

 

41) Lungenrumpf

9) Zwerchfell

 

42) linker Vorhof

10) viereckiger Leberlappen

 

43) rechte Herzkammer

11) rechter mittelwärts gelegener Leberlappen

 

 

44) linke Herzkammer

12) linker mittelwärts gelegener Leberlappen

 

45) abwärts liegende Hohlvene

13) linker seitwärts gelegener Leberlappen

 

46) Aorta

14) rechter seitwärts gelegener Leberlappen

 

47) Speiseröhre

15) Magen

 

48) Lebervene

16) rechte Niere

 

49) Schlagader zwischen Darm und Köperwand

17) Milz

 

50) obere Dünndarmarterie

18) Bauchspeicheldrüse

 

51) linke Nebennierenvene

19) Zwölffingerdarm

 

52) linke Nebennierendrüse

20) Galle

 

53) rechte Nebennierendrüse

21) Leerdarm - Krummdarm

 

54) linke Nierenschlagader und -vene

22) Unter liegende Galle

 

55) linke Niere

23) Gebärmutter

 

56) Ligament des Eierstocks

24) Harnleiter

 

57) linke Eierstockarterie und -vene

25) Harnblase

 

58) linker Eierstock

26) rechte Hauptschlagader

 

59) linke tiefe Kranzschlagader und -vene

27) linke Hauptschlagader

 

60) abwärtsliegende Gekröseschlagader

28) Wirbelschlagader

 

61) umfassendes Ligament der Gebärmutter

30) oberflächliche Halsschlagader

 

 

31) Achselschlagader

 

 

 

32) rechte Unterschlüsselbeinschlagader

 

 

 

 

 

Wie unterscheidet man Rüden von Fähen? Dies ist erstaunlicherweise immernoch eine häufig gestellte Frage... Dabei ist es so einfach und eindeutig:

Bei Fähen liegt die Vagina direkt unter dem Anus. Während der Ranz schwillt die Vulva an, man sieht sie dann sehr deutlich. Ich bin bereits bei ranzigen Fähen danach gefragt worden, ob das nicht ein Rüde sei, man sähe doch die Hoden... Aber das ist ein Trugschluß! Die angeschwollene Vulva ist absolut haarlos, im Gegensatz zum behaarten Hodensack des Rüden. Kastrierte Fähen werden nicht mehr ranzig, also schwillt die Vulva bei ihnen nicht mehr an.

 

Geschwollene Vulva bei einer ranzigen (aber gesunden) Fähe:

 

Vulva und Anus einer kastrierten Fähe:
Die beiden Fähen liegen auf dem Rücken, deswegen ist logischerweise die Vulva oben und der Anus unten!
 

Bei Rüden liegt der Penis am Bauch unter der Haut. Ihn selbst bekommt man kaum zu sehen. Fühlen kann man ihn allerdings, denn Frettchen haben einen Penisknochen! Die Vorhautöffnung liegt mitten auf dem Bauch, etwa 1 cm unter dem Bauchnabel, weshalb sie oft mit ihm verwechselt wird. Während der Ranz treten bei einem unkastrierten Rüden die Hoden nach außen in den Hodensack und sind dort deutlich sichtbar. Im Winter ziehen sich die Hoden in den Körper zurück und man sieht sie nicht (auch wenn man sie dort immernoch zwischen den Hinterläufen fühlen kann). So sehen sie dann aus, wie kastrierte Rüden.
Vorhautöffnung und Hoden eines ranzigen Rüden:
Vorhautöffnung und Anus bei einem kastrierten Rüden:
Auch die Rüden liegen auf dem Rücken. Am oberen Rand der beiden Bilder, mittig, sieht man je eine dunklere Stelle, dort ist die Öffnung der Vorhaut. Zwischen dieser Öffnung und den deutlich sichtbaren Hoden liegt der Penis direkt unter der Haut. Bei dem unkastrierten Rüden liegen die Hoden vor dem Anus, deswegen sieht man ihn auf dem oberen Bild nicht.
 
 
 

Atemfrequenz

30 - 50 Atemzüge pro Minute

Herzfrequenz

210 - 260 Herzschläge pro Minute

Augen

Zapfen fehlen weitgehend, daher wird nur schwarz/weiß und rot gesehen

Bis 50 – 60 cm sieht ein Frettchen scharf (besser als Menschen!), alles was weiter entfernt ist, verschwimmt.

Ihre Tiefen- bzw. Höhenwahrnehmung ist nicht besonders ausgeprägt, so dass sie ohne zu zögern von erhöhten Plätzen runterspringen.

Albinofrettchen haben ein besonderes Problem: sie nehmen Bewegungen nicht wahr, wenn sie selbst nicht in Bewegung sind!

(QUELLE)

durchschnittliche Darmlänge

Rüde ca. 240 cm, Fähe ca. 190 cm
Etwas länger als beim Iltis, was auf den größeren Anteil an pflanzlicher Nahrung zurückzuführen ist.

Chromosomen

40

durchschnittliche Körpertemperatur

37,8°C - 40°C

Umgebungstemperatur

ab 31°C besteht die Gefahr eines Hitzschlages

Zitzen

zwischen 5 und 12 (ja, es kommen auch ungerade Zahlen vor!)

durchschnittliche Lebenserwartung

ca. 6 bis 10 Jahre

Besonderheiten

rudimentäre Schlüsselbeine, kein Blinddarm,

Die Schweißdrüsen sind sehr schlecht ausgebildet. Da die Tiere so nicht schwitzen können, regulieren sie ihre Körpertemperatur durch hecheln und reagieren sehr empfindlich auf hohe Temperaturen.

Es ist nur eine Arterie in der Mitte des Halsbereiches angelegt. Dadurch können Frettchen ihren Kopf um fast 180 Grad drehen.

 
 
 
 
 
Da mich der Aufbau dieser HP viel Zeit und teilweise auch große Mühe gekostet hat, möchte ich euch bitten, das Copyright zu achten und mich zu fragen, wenn ihr Bilder oder Texte verwenden wollt, die ihr hier gefunden habt! Keine Angst, ich beiße nicht.